Schilddrüse - Vitamine und Ernährung
Schilddrüsenfunktionsstörungen
Schilddrüsenfunktionsstörungen werden häufig gar nicht oder zu spät erkannt und könnten doch leicht therapiert werden. So wundert es nicht, dass alleine in Deutschland jedes Jahr über hunderttausend Menschen an der Schilddrüse operiert werden müssen. Die Folgekosten sind enorm. Die häufigsten Funktionsstörung ist die so genannte Schilddrüsenunterfunktion. Diese drückt sich durch einen Mangel an Schilddrüsenhormonen aus. Ein Mangel an Schilddrüsenhormonen kann zu schweren geistigen und körperlichen Entwicklungsschäden führen. Gerade im Embryonalstadium ist die Versorgung des Embryos mit Schilddrüsenhormonen von großer Bedeutung für die Entwicklung des Gehirns. Täglich produziert die gesunde Schilddrüse etwa 100 Mikrogramm (µg) T4 und T3 Hormone. Bei einer Schulddrüsenüberfunktion setzt der Körper mehr Hormone frei als er benötigt. Ursache für diese Erkrankung ist ein Morbus Basedow.
Symptome der Schilddrüsenfunktionsstörungen
Neben Atem- und Schluckbeschwerden äußert sich gerade die Schilddrüsenüberfunktion durch verschiedene Symptome wie etwa Gewichtsabnahme trotz gesteigertem Appetit, verstärkten Schwitzen, feuchte Haut, Auswahl oder Durchfall aus. Daneben ist regelmäßig der Puls erhöht. Betroffene sind nervös, rastlos und leiden unter Schlafstörungen sowie starken Stimmungsschwankungen. Erhält der Körper bei einer Schilddrüsenunterfunktion dagegen zu wenig Hormone leidet der Betroffene häufig an Müdigkeit und Übergewicht. Bei Neugeborenen ist das Geburtsgewicht oft erhöht und die Haut trocknen bzw. die Muskulatur schlaff. Bei Erwachsen wird die Unterfunktion häufig nicht rechtzeitig erkannt, weil sie schleichend und unauffällig einhergeht. Betroffene sind meist müde, leiden an Antriebsarmut und Gedächtnisstörungen und häufig an Verstopfung. Die Haut ist trocknen, kühl und blass Auch der Muskeltonus dürfte geschwächt sein und der Puls ist sehr langsam. Eine krankhafte vergrößerte Schilddrüse, die man gemeinhin als Kropf bezeichnet wird, kann man leicht selber ertasten. Der Kopf ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass der Organismus mit zuwenig Jod versorgt wird. Andererseits kann der Kopf auch Ausdruck einer Autoimmunerkrankung (morbus basedow) sein. Natürlich kann sich das Gewebe der Schilddrüse auch nach innen ausbreiten, was zur Folge hat, dass die Luftröhre eingeengt wird. Hierdurch kommt es zu Atem- und Schluckbeschwerden.
Jodmangel und Jodversorgung
Seit Kriegsende hat sich die Grundversorgung der Bevölkerung in Deutschland flächendeckend verbessert. Der tägliche Notbedarf von erwachsenen Menschen wie bei rund 180 Mikrogramm und wird heutzutage durch viele Nahrungsmittel insbesondere jodhaltigen Speisesalz und Fisch kompensiert. Um einer Unterversorgung entgegenzuwirken, gehören daher jodhaltige Nahrungsmittel mit hohem Jodanteil auf den Speiseplan. An erster Stelle stehen natürlich Seelachs, Brathering, Miesmuscheln und Kabeljau. Aber der gute alte Feldsalat weist einen hohen Jodanzahl auf. Daneben können sich Möhren, Brokkoli, Erdnüsse, Grünkohl und Spinat sehen lassen.
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