Fettpolster - Lehre - Vitamine und Ernährung
Speckrollen und Fettdepots
In der Medizin wird zwischen innerem Fett und subkutanen Fett unterschieden. Das innere Fett siedelt sich vornehmlich im Bauchbereich an. Das subkutanen Fett eher unter der Hautschicht und verteilt sich quasi über den gesamten Körper. Besonders gefährlich sind die inneren Fettdepots. Selbst äußerlich schlank wirkende Menschen können im inneren zuviel bedenkliches und riskantes Fett speichern und werden in der Fachwelt als „Tofi“: „thin outside, fat inside“ bezeichnet. Die Wahl der richtigen Diät ist daher ganz entscheidend für den Abbau innerer Fette. Gesundheitsbewusste Menschen können sehr leicht selber herausfinden, ob die inneren Fettwerte bedenklich sind. Messen Sie einfach ihren Taillenumfang. Bei Frauen sollte den Taillenumfang nicht mehr als 88 Zentimetern, bei Männern nicht mehr als 102 Zenitmeter betragen. Nutzen Sie zur Feststellung Ihre Body-Mass-Index die im System hinterlegten Tabelle. Übrigens: Um etwa ein Kilo Fett zu schmelzen müssen sie rund 7000 Kilokalorien verbrennen.
Fettleibigkeit als Folge der Evolution
Anders als in einer Wohlstandsgesellschaft, ist es überlebenswichtig, schnell abbaubare innere Fettreserven anzulegen. Da Menschen aus 1. und 2. Welt-Länder einfach zu viel Kalorien zu sich nehmen als sie aufgrund ihrer Tätigkeit verbrauchen, neigt der Mensch dazu rasch zu zunehmen. Genetisch bedingt ist dabei, dass Männer mehr zu Bauchspeck, Frauen dagegen zu Fettpolstern am Oberschenkel, den Hüfen und am Gesäß neigen. Vermeiden Sie es nach Möglichkeit nach Einsetzen des Sättigungsgefühls weiter zu essen. Zwar stößt das Gehirn den Botenstoff Dopamin aus, der ein Wohlempfinden erzeugt. Dennoch müssen sie sich vor einer ungezügelten Fortsetzung der Nahrungsaufnahme schützen, um nicht an hohem Blutdruck, Diabetes zu erkranken oder einen Schlaganfall zu erleiden. Ist nämlich erst einmal der Hunger gestillt werden überflüssige Fette in ungesunde Fettsäuren verwandelt. Infolgedessen erhöhen sich schädliche Blutfett- und Cholesterinwerte. Gefährliche viszerale Fette schmelzen zwar vergleichsweise schneller dahin. Dagegen nimmt man am Oberschenkel, Po und Hüfte wesentlich langsamer ab.
Fette und Stoffwechsel
Um nachhaltig abzunehmen, müssen Sie mehr Energie verbrauchen als die aufnehmen. Dies können Sie nur durch regelmäßigen Sport und eine ausgewogene Ernährung erzielen. Für einen gesunden Stoffwechsel ist es besonders wichtig, dass die inneren Fette deutlich reduziert werden, weil diese massiv in den Stoffwechsel von Gehirn, Herz, Gefäßen, Bauschspeicheldrüsen und den Blutwerten eingreifen. Die Cholesterinwerte werden maßgeblich von den inneren Fetten geprägt. So hat sich auch prompt gezeigt, dass Fettabsaugen keine Auswirkung auf die Cholesterinwerte hat, weil dabei nur das Fett, das unter der Haut liegt, entfernt wird. Übrigens ist Fettgewebe das größte hormonproduzierende Organ eines Menschen. Das Fett produziert verschiedene Botenstoffe, die leider chronische Entzündungen fördern und die Gefäße dauerhaft schädigen können. Für eine gesunde Ernährung kommt es auf die Verwendung von guten Fetten an, also in Form von ungesättigten Fettsäuren oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren sind dagegen vom Körper nur schwer aufzubrechen und werden eingelagert. Anders verhält es sich mit ungesättigten Fettsäuren oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren befinden sich in Milch, Schweineschmalz und Kokosfett. Überwiegend ungesättigte Fettsäuren finden sich in Leinöl, Distelöl, Olivenöl und besonders in Walnussöl. In Fisch wie Lachs, Hering, Makrele oder Thunfisch konnten hohe Anteile ungesättigter Fettsäuren wie z. B Omega3 und Omega6 nachgewiesen werden. Leider werden Sie in Deutschland nur wenige Produkte kaufen können, auf denen der Anteil der ungesättigten und gesättigten Fettsäuren markiert ist. In den USA wird der Gehalt von Fettsäuren bereits seit längerem, nämlich seit dem Jahre 2006, auf ein Lebensmittelverpackungen ausgewiesen.
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