Pflegeberufe - Pflegesituation in Deutschland
Der Pfelgeberuf
Das staatlich geregelte Berufsbild der Heilberufe unterliegt ständiger veränderung. Das Berufsbild dieses staatliche Ausbildungsberufs wird im 4. Krankenpflegegesetz der Bundesrepublik Deutschland vom 01.02.2004 geregelt.
Neue begriffe: Der Gesund- und Krankenpfleger
Krankenschwester und Krankenpfleger heißen nun Gesund- und Krankenpfleger. Die neue Berufsbezeichnung trägt dem erweiterten Aufgabenbereich in Richtung Gesundheitsvorsorge und Beratung bei gleichbleibender schlechter Bezahlung und weiterhin körperlich anstrengenden Arbeit (Heben, Umlagern trotz Umlagerungshilfen), verbunden mit Nachtschichten, Sonn- und Feiertagsarbeit, Rechnung. In Deutschland muss der Gesund- und Krankenpfleger etwa 2100 Theoriestunden und 2500 Praxisstunden ableisten bzw. wird innerhalb von 3 Jahren ausgebildet. Daran schließt sich eine staatliche Prüfung zum Gesund- und Krankenpfleger an. Der Gesund- und Krankenpfleger ist bei ambulanten Pflegediensten, im Kurbad und Krankenhäusern z.B. in der Schweiz, den USA, Kanada oder Schweden wegen seiner hervorragenden Ausbildung ein willkommener Spezialist und kann zumeist ohne weiteres einen Job, eine Greencard oder Aufenthaltsgenhemigung bekommen. Da Gesund- und Krankenpfleger in Deutschland außerordentlich schlecht bezahlt werden und mieserable Arbeitsbedingungen vorherrschen, wandern viele dieser Spezialisten ins Ausland aus. Kein wunder: Diejenigen, die nach 35 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden leiden häufig selbst an schwerwiegenden Erkrankungen. Gerade weibliche Gesund- und Krankenpfleger erkranken häufiger an Rückenleiden. Der Grund liegt auf der Hand: Weibliche Gesund- und Krankenpfleger müssen genau wie die männlichen Kollegen ständig Patienten heben und Umlagern. Dass diese dafür aber bis 1955 5% weniger verdient haben, als ihre männlichen Kollegen weis meist keiner.
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