Pflegereform 2008 - Pflege und Versicherung
Pflegereform
Die Pflegereform bietet Patienten und Angehörige im Umgang mit Alzheimer und Demenz neue Chancen. Patienten und Angehörige brauchen besonders viel Aufmerksamkeit und Hilfe im Umgang mit dieser ständig fortschreitenden Erkrankung. In speziellen Alzheimer Therapie-Zentren können Angehörige und Patienten den täglichen Ablauf auf die besonderen Pflege- und Kommunikationsbedürfnisse von Alzheimer - Patienten abstimmen und insbesondere mit Blasenschwäche und Inkontinenz umgehen lernen.
Netzwerke
Netzwerke bilden die Basis im Umgang mit Alzheimer. Ein so genanntes "Demenz - Café" gibt es bereits in vielen Städten. Sie sind die beste Anlaufstelle für eine umfassende Beratung. Spezielle Projekte, die auch von den viel Kassen gefördert werden, bieten Angehörigen die Möglichkeit sich über Therapiemaßnahmen, Malkurse und Fitness Kurse und geben Praxis-Tipps für den täglichen Umgang mit Alzheimer-Patienten.
Was sich zum 1. Juli 2008 ändert
Am 1. Juli 2008 tritt die größte Reform der Pflegeversicherung seit ihrer Einführung im Jahre 1995 in Kraft. Für alle Stufen steigen die Leistungen im Schnitt um etwa fünf Prozent. Für die ambulante Pflege gibt es künftig in der Pflegestufe 1 420 Euro anstatt 384 Euro. Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz, also Menschen meist mit Demenz erhielten jährlich 460 Euro, wo für Betreuungsleistungen. Ab dem 1. Juli können sie bis zu 2.400 Euro jährlich erhalten und zwar auch dann, wenn es sich um die Pflegestufe 0 handelt. Angehörige können schon nach sechs Monaten und nicht erst nach 12 Monaten häuslicher Wege einen Urlaub bei der Kasse beantragen. Außerdem können sich Angehörige künftig sechs Monate von der Arbeit freistellen lassen ohne allerdings dafür Geld zu bekommen. In dieser zeit sind sie aber krankenversichert, rentenversichert und arbeitslosenversichert. Der Anspruch auf Pflegezeit besteht allerdings nur gegenüber Arbeitgebern, die 15 Arbeitnehmer vorschichtig beschäftigen. Schließlich werden 4000 Pflegestützpunkt in den nächsten Monaten bundesweit errichtet. Bei diesen Pflegestützpunkten handelt es sich um Beratungsstellen, die über Zuschüsse oder Ähnliches informieren. Jeder Pflegebedürftige hat ab Anfang 2009 Anspruch auf einen Pflegeberater. Die Zuschüsse für Selbsthilfegruppen pflegender Angehöriger werden aufgestockt.
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