Umweltmedizin - Arzt
Hausarzt und Allergologe
Wenn der Hausrat oder der Allergologe an ihre Grenzen stoßen und nicht mehr weiter wissen, ziehen diese häufig den Umweltmediziner zu Rate. Obwohl Umweltgifte, Stickoxide, Kohlenmonoxid und Schwefeloxide in der Luft weiter zurückgehen, verursachen und verkürzen diese Feinstäube aus Kraftwerken, PKW und Industrie sowie der Heizung leider immer noch nachweislich die durchschnittliche Lebenserwartung. Dazu führen noch Chemikalien, Pestizide zu erheblichen Schäden an Organen, sodass es niemanden wundert, dass Verbraucher verstärkt auf Bio-Lebensmittel. Leider sind weder Behörden, Hersteller oder Supermarktketten in der Lage, flächendeckende Proben zu entnehmen, bevor die Nahrungsmittel in den Verkehr gelangen. Auch wenn Bleirohre der Vergangenheit angehören, sind noch viele Altbauten damit ausgestattet. Natürlich befinden sich nicht nur in Nahrungsmitteln und Gemüse Schadstoffe wie DDT oder Dioxine. Oftmals konnten auch in Textilien oder Haarfärbemittel aromatische Amine nachgewiesen werden, die im Verdacht stehen, dass diese z. B. beim Schwitzen in die Haut eindringen und Krebs verursachen können. Textilien sollten daher vor dem ersten tragen gewaschen und Büros öfter gelüftet werden. Neuerdings stehen sogar Duftstoffe, bromierte Flammschutzmittel (Bürogeräte, Kunststoffgehäuse von Bildschirmen und PC) oder Kohlenwasserstoffe - wie sie z. B. auf Pappe (Pizzakartons oder Pommes-Fritte-Schalen) - aufgebracht werden im Verdacht, krebsfördernd zu sein während die Belastung der Milch pro billionstel Gramm seit 1987 stetig zurückgeht und PCP in Holzschutzmitteln in Deutschland schon seit 1989 verboten ist. Dennoch sind Weichmacher, die auf polychlorierten Biphenylen (PCB) und seit 2001 weltweit verboten, in Lacken, Fugen, Spielzeug enthalten und führen weiterhin zu Chlorakne und Haarausfall. Trotzdem befinden sich weiterhin in nahezu allen PVC-Materialien, wie Spielzeug, Teppichen, Beschichtungen und Stoffmöbeln Weichmacher wie Phtalate und Insektenschutzmittel wie z.B. Permethrin und dampfen gemächlich und zum Leidwesen von Erwachsenen, werdenden und stillenden Müttern, ungeborenen und Kleinmindern weiterhin aus. Ob das Chemikaliengesetz der EU (REACH) hier Abhilfe schafft, bleibt noch abzuwarten. Textile Qualitätssiegel sind daher zu recht auf dem Vormarsch, ebenso gesetzliche Grenzwertregularien wie MAK-Wert/AGW-Wert oder HBM-Werte.
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